Wolnzach - Historischer Cirkel e.V.

Über uns

Autor: Rupert Fuchs

Panorama um 1915
Panorama um 1915

Herzlich willkommen!
Der Historische Cirkel Wolnzach e.V. (HiC) begrüßt Sie sehr herzlich auf seiner Internetseite. Blättern Sie durch unsere Themen und lassen Sie sich überraschen.

Wir sind eine Gruppe von Frauen und Männern, jung und alt, die das gemeinsame Interesse an der Heimat und an deren Geschichte zusammengeführt hat. Kristallisationsgeschehen für die Gründung eines Vereins waren unsere Erlebnisse und Erfolge bei den Grabungen am Schlossberg.
Im Jahr 1998 haben wir uns als ideeller Verein organisiert. Der Verein ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Ingolstadt unter der Nummer VR 20548 eingetragen. In vorgeschriebenen Zeitabständen werden wir regelmäßig vom Finanzamt Ingolstadt als gemeinnütziger Verein anerkannt bzw. bestätigt.

Als ideeller Verein sind unsere Möglichkeiten Projekte zu verwirklichen sehr eingeschränkt. So setzt die Inanspruchnahme der Förderung durch das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege voraus, dass wir Eigenleistungen erbringen. Soweit dies unsere Arbeitkraft betrifft, so ist das in derRegel möglich. In vielen Fällen reicht das aber nicht aus und wir müssen uns finanziell beteiligen. Wir sind deshalb auf Spenden angewiesen oder suchen Sponsoren für unsere geplanten Projekte. Wir bitten Sie: Unterstützen Sie uns oder werden Sie Sponsor.

Weil wir ein anerkannter gemeinnütziger Verein sind, ist Ihre Spende steuerlich abzugsfähig. Für Spenden unter 100 Euro genügt für Ihre Steuererklärung als Spendennachweis ein Bareinzahlungsbeleg oder ein Kontoauszug der getätigten Überweisung. Beachten Sie, dass Sie beim Überweisungsauftrag im Feld "Verwendungszweck" den Zweck "Spende an den Historischen Cirkel Wolnzach e.V." angeben. Auf Wunsch stellen wir Ihnen gern auch eine Einzelzuwendungsbestätigung aus. Bitte wenden Sie sich in diesem Fall an unseren Vorstand.

Der HiC hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Geschichte des alten Marktfleckens zu erkunden und damit Vergessenes wieder ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken. Die Mitglieder treffen sich zu monatlichen Diskussions- und Vortragsabenden. Das Vereinsleben wird außerdem durch Teilnahme an Stadtführungen, durch Museumsbesuche und geschichtlichen Exkursionen bereichert. Im eigenen Archiv werden Ansichtskarten, Bilder, Urkunden, Ortspläne, Heimatliteratur und die umfangreichen Grabungsfunde vom Schlossberg gesammelt und bewahrt. Durch thematische Ausstellungen soll die Heimatkunde gefördert werden. Menschen mit Freude an der Geschichte sind herzlich willkommen Mitglied zu werden.

Der HiC wurde am 28. Mai 1998 gegründet. Laut Satzung ist der "Zweck des Vereins die Förderung von Forschung und Bildung im Zusammenhang mit der Geschichte des Marktes Wolnzach". Nachdem sich damals in der Marktgemeinde Wolnzach - außer dem Marktarchiv - keine Institution befand, die sich um die Sammlung und Erhaltung geschichtlicher Dokumente kümmerte, sah sich eine Gruppe von Marktbürgern veranlasst, diesen Verein zu gründen. Ausschlaggebend für die Gründung als eingetragener Verein war die Erforschung des Schlossbergs, einer mittelalterlichen Wallanlage bei Haushausen (Gemeinde Wolnzach). Das Projekt hatte das Ziel, die nur vagen Aussagen über diese Wallanlage durch genaue Erforschung und Grabungen zu konkretisieren.

Neben dieser Hauptaktivität gibt es beim HiC weitere Sparten der heimatkundlichen Arbeit: Er bearbeitet Fragen, die die geschichtliche Entwicklung der Marktgemeinde betreffen und bietet Anleitung und Beratung bei der Suche nach familiären Daten und Schicksalen sowie der Haus- und Hofgeschichte. Über Themen, die von Mitgliedern bearbeitet wurden, werden Referate in der Öffentlichkeit geboten. Ein kostenintensiver Bereich ist die Sammlung alter Postkarten und die Archivierung sämtlicher zugänglicher Fotografien und sonstiger Urkunden aus dem Gemeindebereich. Die Befragung von Personen als Zeitzeugen und die Durchforstung von Zeitungs-, Kirchen- und Marktarchiven sind weitere Sparten der Dokumentationsarbeit des HiC. An monatlich stattfindenden Gesprächsrunden werden neue Funde und Erkenntnisse vorgestellt oder es wird einfach nur über Geschichtliches gesprochen. Derzeit besitzt der HiC ca. 70 Mitglieder.

Schlossbergfund: Zusammengesetzte Scherben
Schlossbergfund: Zusammengesetzte Scherben

Das Schlossberg-Projekt

Autor: Verschiedene

Am Schossberg bei Haushausen befindet sich eine dreifach umwallte Burganlage, mit Hauptburg und Vorburg, die wahrscheinlich in der Zeit der Ungarneinfälle (um 950) seine heutige Gestalt erhalten haben mag. Aber schon im 14. Jh. wird sie als "Purchhack desolatum" (verfallene Burganlage) bezeichnet. Der Volksmund kennt diese Anlage als Raubritterburg, auf der einst der Schlossjackl hauste und heute noch geistert, und welche in einem Feuersturm untergegangen sein soll. Um Genaueres über die Anlage aussagen zu können, beauftragte der HiC im Herbst 1999 die Ingolstädter Grabungsfirma ProArch, Vermessungs- und Prospektionstätigkeiten vorzunehmen. In enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege begannen Mitglieder des HiC zunächst mit Metallsonden das gesamte Areal nach oberflächlichen Metallfunden abzusuchen. Dabei fand man neben den Überresten aus der neuzeitlicher Nutzung zahlreiche alte Münzen (die älteste eine Regensburger Silbermünze des späten 13. Jhs.), mittelalterliche Werkzeuge, eine seltene Paukenfibel und Eisen- und Bronzeschlacken, die vermuten ließen, dass die Anlage schon in vorgeschichtlichen Epochen genutzt wurde. Dies wurde zur Gewissheit, als der HiC an prospektivisch georteten "Hotspots" Stichgrabungen anlegte und dort Unmengen von Hüttenlehm, Brandspuren, zahllose Keramikscherben aller Epochen und Feuersteingeräte fand, darunter Pfeilspitzen aus der frühen Bronzezeit. An Grabungsstellen außerhalb des Zentralbereichs fand man dann Scherben, die der Münchshöfener Kultur (mittlere Jungsteinzeit) zuzuordnen sind, und Bernsteinbruchstücke, die der Vermutung Nahrung verleihen, dass der Schlossberg - wie die einen Tagesmarsch südlich gelegene bronzezeitliche Höhensiedlung Bernstorf - einst Glied einer Handelsplatzkette auf einem Handelsweg ("Bernsteinstrasse") von der Ostsee über den Brenner in den Mittelmeerraum gewesen sein könnte.
In unbestimmter Zukunft beabsichtigt der HiC, da der Schlossberg in einem landschaftlich sehr reizvollen Waldabschnitt liegt, bei gegebenen Voraussetzungen, das Areal mit einem naturbelassenen Rundweg zu erschliessen und mittels Informationstafeln über die Geschichte und das mögliche Aussehen der Anlage zu unterrichten.

Die Satzung des Historischen Cirkels Wolnzach e.V.




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